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Agios Ioannis

Kirchen
Naxos
Agios Ioannis - 1
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Über

Agios Ioannis ist eine kleine orthodoxe Kapelle auf Naxos, die dem heiligen Johannes dem Täufer (Agios Ioannis Prodromos) oder dem heiligen Johannes dem Theologen geweiht ist – beide gehören zu den am häufigsten verehrten Heiligen im griechisch-orthodoxen Kalender. Inmitten der offenen Landschaft von Naxos gelegen, etwa zwischen den zentralen Dörfern der Insel und ihrer Südostküste, ist sie genau jene bescheidene, weiß getünchte Kapelle, die das visuelle Wesen der Kykladen prägt.

Was Sie erwartet

Die Kapelle ist ein einschiffiger Bau im traditionellen kykladischen Stil: dicke, weiß getünchte Mauern, ein flach geneigtes oder gewölbtes Dach und ein kleiner Glockenbogen über dem Eingang. Im Inneren finden Sie, sofern die Tür unverschlossen ist, in der Regel eine bemalte Ikonostase (die geschnitzte Holz- oder Steinwand, die das Kirchenschiff vom Altarraum trennt), Öllampen sowie eine oder mehrere Ikonen des heiligen Johannes. Das Innere ist kompakt – größere Gruppen können nicht gleichzeitig eintreten – und die Atmosphäre ist von Stille und Schlichtheit geprägt. Wie die meisten ländlichen Kapellen auf Naxos wird Agios Ioannis von einer ortsansässigen Familie oder der umliegenden Gemeinde instand gehalten, die sie zum Festtag des heiligen Johannes (am 24. Juni zur Geburt des Täufers oder am 26. September zum Entschlafen des Theologen) und gelegentlich zu anderen Zeiten öffnet.

Draußen kontrastieren die weißen Mauern der Kapelle mit den Trockenmauern, Olivenhainen und dem felsigen Gelände, das für diesen Teil von Naxos typisch ist. Sie ist ein lohnender Halt für alle, die sich für volkstümliche Sakralarchitektur interessieren oder ein paar ruhige Minuten abseits der belebteren Touristenorte suchen.

Anfahrt

Die Kapelle liegt bei etwa 37,0706°N, 25,4499°O, also im südlich-zentralen Teil von Naxos, landeinwärts von der Küste und südlich von Naxos-Stadt. Von Naxos-Stadt (Chora) aus fahren Sie auf der Hauptstraße rund 20–25 km südwärts in Richtung Pyrgaki oder Kalantos und navigieren dann per GPS zu den angegebenen Koordinaten – die letzte Etappe führt voraussichtlich über einen schmalen Feldweg. Ein Auto oder Roller ist die praktischste Art, sie zu erreichen; die öffentlichen Buslinien in diesem Teil der Insel sind begrenzt und halten nicht an abgelegenen Kapellen. Laden Sie sich eine Offline-Karte herunter, bevor Sie Naxos-Stadt verlassen, da der Mobilfunkempfang abseits der größeren Dörfer lückenhaft sein kann.

Tipps für den Besuch

  • Kleiden Sie sich angemessen. Schultern und Knie sollten beim Betreten jeder orthodoxen Kirche bedeckt sein. Tragen Sie einen leichten Schal oder Sarong in der Tasche, wenn Sie den Tag auf der Insel verbringen.
  • Die Tür kann verschlossen sein. Ländliche Kapellen sind oft geschlossen, außer an Festtagen oder wenn der Schlüsselverwalter (meist eine Familie aus der Nähe) kürzlich vorbeigekommen ist. Genießen Sie die Außenseite und das Gelände, falls Sie nicht hineinkönnen.
  • Gehen Sie morgens oder am späten Nachmittag. Die Mittagshitze im Sommer macht den Aufenthalt rund um die ungeschützten Kapellen unangenehm. Auch das Licht zum Fotografieren ist in den goldenen Stunden weitaus schöner.
  • Lassen Sie alles so, wie Sie es vorfinden. Verrücken Sie keine Ikonen, Kerzen oder Votivgaben. Falls Kerzen bereitstehen und Sie eine anzünden möchten, legen Sie eine kleine Münze in den Opferstock.
  • Verbinden Sie den Besuch mit Sehenswürdigkeiten in der Nähe. Das südliche Inland von Naxos birgt mehrere weitere Kapellen, venezianische Türme und traditionelle Dörfer – planen Sie eine Rundtour statt eines einzelnen Abstechers.

Die Geschichte

Der heilige Johannes ist eine der am weitesten verehrten Gestalten im orthodoxen Christentum, und Kapellen, die seinen Namen tragen, finden sich auf praktisch jeder griechischen Insel. Allein auf Naxos gibt es mehrere Agios-Ioannis-Kapellen in verschiedenen Dörfern und Weilern, jede mit der Frömmigkeit einer bestimmten Familie oder Siedlung verbunden. Viele wurden zwischen der byzantinischen und der venezianischen Zeit erbaut (etwa vom 10. bis zum 17. Jahrhundert), einige sind jedoch jüngeren Datums. Ohne eine förmliche Inschrift oder lokale Aufzeichnung ist das genaue Baujahr gerade dieser Kapelle unbekannt. Was all diesen Kapellen gemein ist, ist ihre Rolle als Mittelpunkt der Gemeinschaft am Festtag des Heiligen, wenn eine kleine Liturgie, Kerzen und mitunter ein unter Nachbarn geteiltes Mahl den Anlass begehen.

Standort

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