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Pyrgos tou Mparotsi

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Naxos
Pyrgos tou Mparotsi - 1
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Über

Der Pyrgos tou Mparotsi ist einer der befestigten Herrschaftstürme, die die naxiotische Landschaft prägen – ein steinerner Beweis dafür, dass diese Insel rund drei Jahrhunderte lang unter venezianischer Herrschaft stand. Anders als das spektakulär auf einer Klippe thronende Kastro von Naxos-Stadt liegt dieser Turm im ruhigeren Inselinneren, wo lateinische Adelsfamilien einst landwirtschaftliche Güter beherrschten und sie mit dickmauerigen Pyrgoi verteidigten – dem griechischen Wort für Türme, das auf den Kykladen zum Inbegriff der venezianischen Macht wurde.

Der Turm selbst gehört zu einer Bautradition, die sich zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert über ganz Naxos verbreitete. Venezianische und fränkische Herren errichteten diese quadratischen oder rechteckigen Steinburgen als Wohnsitz und Zufluchtsort zugleich: Das Erdgeschoss diente der Lagerung und der Viehhaltung, die oberen Stockwerke waren der Familie vorbehalten, und die zinnenbekrönten Dachlinien signalisierten zugleich Status und Verteidigungsbereitschaft. Wer zum Pyrgos tou Mparotsi hinaufgeht, kann das Ausmaß dieses Ehrgeizes noch immer im Mauerwerk ablesen.

Was Sie erwartet

Der Turm ist eher ein architektonisches Wahrzeichen im Freien als ein besetztes Museum mit Eintrittskarte. Besucher kommen, um das Bauwerk von außen zu betrachten, das Mauerwerk und die Proportionen zu fotografieren und die Atmosphäre der umliegenden Landschaft auf sich wirken zu lassen. Die Mauern sind charakteristisch dick, die Fensteröffnungen schmal und das Gesamtprofil kompakt und zweckmäßig – Eigenschaften, die auch die übrigen erhaltenen Pyrgoi teilen, die über die naxiotischen Dörfer Filoti, Chalki, Ano Potamia und die Ebene von Tragea verstreut sind.

Da diese Sehenswürdigkeit in der ursprünglichen Quellkategorie als Museum geführt wurde, sei darauf hingewiesen, dass keine gesicherte Innenausstellung oder ein kostenpflichtiger Zugang bestätigt wurde. Betrachten Sie den Besuch als einen Halt an einem Kulturdenkmal unter freiem Himmel und nicht als Galerieerlebnis.

Anfahrt

Die Koordinaten verorten den Pyrgos tou Mparotsi im zentralöstlichen Teil von Naxos, in der weiteren Umgebung des Tragea-Tals – des weiten Oliven- und Marmorplateaus, das sich zwischen Naxos-Stadt und den Bergdörfern erstreckt. Am praktischsten erreichen Sie ihn mit dem Auto oder Roller von Naxos-Stadt aus, indem Sie auf der Hauptstraße ins Landesinnere Richtung Chalki und Filoti fahren. Die Fahrt dauert etwa 20 bis 25 Minuten. Parken Sie im oder in der Nähe des nächstgelegenen Dorfes und legen Sie den Rest zu Fuß zurück, indem Sie sich an den Koordinaten (37.0519, 25.4992) in der Kartenanwendung Ihrer Wahl orientieren.

Für den Turm selbst gibt es keine eigene Bushaltestelle, doch die KTEL-Busse auf der Strecke Naxos-Stadt–Filoti–Apiranthos durchqueren die Region Tragea. Steigen Sie an der nächstgelegenen Dorfhaltestelle aus und gehen Sie von dort zu Fuß weiter.

Beste Reisezeit

Frühling (April bis Anfang Juni) und Herbst (September bis Oktober) sind die besten Jahreszeiten, um das Inselinnere von Naxos zu erkunden. Die Temperaturen sind angenehm zum Wandern, das Licht ist warm ohne die grelle Mittagshitze von Juli und August, und die Landschaft rund um das Tragea-Tal ist grün oder goldfarben statt ausgedörrt. Sommerbesuche sind durchaus möglich, planen Sie aber, vor 10:00 Uhr oder nach 17:00 Uhr einzutreffen, um der größten Hitze zu entgehen.

Am Turm gibt es kein Gedränge wie an den Küstenstränden oder an der Portara von Naxos-Stadt, sodass es bei der Zeitwahl eher um den persönlichen Komfort als um die Vermeidung von Warteschlangen geht.

Tipps für den Besuch

  • Nehmen Sie Wasser und Sonnenschutz mit, wenn Sie zwischen den Dörfern wandern – auf den offenen naxiotischen Straßen gibt es nur wenig Schatten.
  • Verbinden Sie den Halt mit weiteren Höhepunkten von Tragea: die byzantinische Kirche Panagia Drosiani bei Moni, das Turmdorf Chalki und die marmorgepflasterten Gassen von Filoti liegen alle wenige Kilometer entfernt.
  • Nutzen Sie Offline-Karten oder laden Sie die Koordinaten vor der Fahrt herunter – im Inselinneren kann der Mobilfunkempfang lückenhaft sein.
  • Tragen Sie festes Schuhwerk; die Wege rund um die ländlichen Türme sind oft uneben und unbefestigt.
  • Respektieren Sie Zäune oder Schilder, die auf Privatgrund hinweisen – manche naxiotischen Türme befinden sich noch in Privatbesitz.
  • Fotografieren Sie am Morgen, wenn das östliche Licht direkt auf das Mauerwerk fällt.

Die Tradition der venezianischen Türme auf Naxos

Naxos fiel 1207 an das Herzogtum des Archipels, als der Venezianer Marco Sanudo die Insel nach dem Vierten Kreuzzug für sich beanspruchte. In den folgenden drei Jahrhunderten beherrschte ein Netz katholischer Adelsfamilien – Sanudo, Crispi, Sommaripa und andere – Lehen über die ganze Insel verstreut, jedes davon durch einen befestigten Turm auf dem Gut gekennzeichnet. Das griechische Wort pyrgos ging als Kurzbezeichnung für diese Bauwerke in den naxiotischen Alltagswortschatz ein, und bis heute sind mehr als 30 davon in unterschiedlichem Erhaltungszustand erhalten.

Der Pyrgos tou Mparotsi trägt seinen Namen nach der Familie oder dem Grundbesitzer (Mparotsis, ein hellenisierter venezianischer oder fränkischer Nachname), der mit dem Gut verbunden war. Er steht für eine Denkmalgattung, die einzigartig für die Kykladen ist – weder eine vollwertige Burg noch ein einfaches Bauernhaus, sondern etwas dazwischen: ein in Stein gemeißeltes Zeugnis aristokratischer Macht, das die Dynastie überdauert hat, die es in Auftrag gab.

Standort

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