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Agios Ioannis

Kirchen
Santorini
Agios Ioannis - 1
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Über

Agios Ioannis ist eine traditionelle griechisch-orthodoxe Kirche auf Santorin, die dem Heiligen Johannes dem Theologen gewidmet ist — einem der am häufigsten verehrten Heiligen auf den Kykladen. Die Kirche liegt bei etwa 36,4168°N, 25,4312°O, also im ruhigeren Landesinneren der Insel, fernab der überlaufenen Steilküsten von Fira und Oia.

Santorin besitzt Hunderte kleiner orthodoxer Kapellen und Kirchen, verstreut über Dörfer, Weinberge und Hügel, und Agios Ioannis gehört zu dieser tief verwurzelten Tradition lokaler Frömmigkeit. Viele dieser Bauten wurden von einzelnen Familien oder Dorfgemeinschaften errichtet, oft als Dank oder zur Erfüllung eines religiösen Gelübdes. Sie sind auf eine Weise mit der landwirtschaftlichen und sozialen Landschaft der Insel verwoben, die die berühmteren Kirchen mit Blick auf die Caldera in den Hintergrund treten lässt.

Die Kirche folgt dem weiß getünchten kykladischen Baustil, der für die Insel typisch ist: ein einfaches rechteckiges Kirchenschiff, ein kleiner Glockenturm oder eine hängende Glocke sowie eine blaue oder rote Kuppel, je nach Dorfzugehörigkeit. Im Inneren erwartet man eine Ikonostase — die hölzerne oder steinerne Trennwand zwischen Kirchenschiff und Altarraum —, dazu Öllampen, Kerzen und Ikonen des Heiligen Johannes.

Was Sie erwartet

Agios Ioannis ist, wie die meisten kleinen Kapellen Santorins, ein kompaktes, einschiffiges Gebäude, das für die örtliche Gemeinde gebaut wurde und nicht für den Tourismus. Das Äußere ist mit ziemlicher Sicherheit in dem strahlenden Kalkweiß gehalten, das die kykladische Architektur prägt, mit dicken Mauern, die das Innere selbst in der größten Hitze im Juli und August kühl halten.

Die unmittelbare Umgebung in diesem Teil Santorins ist wahrscheinlich landwirtschaftlich geprägt — niedrige Steinmauern, terrassierte Felder, auf denen einst Tomaten oder Gerste angebaut wurden, sowie gelegentliche Weinberge. Die Landschaft hier ist karger als der dramatische Caldera-Rand, was die Begegnung mit kleinen Kapellen echt und unverfälscht wirken lässt statt inszeniert.

Im Inneren der Kirche zeigt die Ikonostase Ikonen des Heiligen Johannes, vermutlich im traditionellen byzantinischen Stil dargestellt: frontale Haltung, dunkle Gewänder, ein Evangelienbuch oder eine Schriftrolle haltend. Kerzen und ein kleiner Opferstock gehören zur Standardausstattung. Der Boden kann aus schlichtem Stein oder einfachen Fliesen bestehen. Über allem hängt eine Öllampe — häufig aus Messing —, das wichtigste dekorative Element im Kirchenschiff.

Die Kirche ist außerhalb ihres Namenstags und geplanter Gottesdienste fast sicher verschlossen. Das ist bei den kleineren Kapellen Santorins die Norm; sie werden von örtlichen Familien oder der Diözese betreut und nur zu bestimmten Anlässen geöffnet. Die äußere Architektur und die Umgebung lassen sich jederzeit bewundern, aber erwarten Sie keinen freien Zugang wie bei einer Kathedrale oder einem großen Kloster.

Anreise

Die Koordinaten verorten Agios Ioannis im südlich-zentralen Teil Santorins. Der nächstgelegene größere Verkehrsknotenpunkt ist die Hauptstraße der Insel (die EP-Thiras-Straße), die Fira mit den südlichen Dörfern verbindet. Von Fira aus gelangen Sie durch die Fahrt Richtung Süden nach Pyrgos oder Megalochori in die allgemeine Umgebung.

Mit dem Auto oder Roller ist dies die praktischste Anreiseart. Santorins Straßen im Landesinneren sind schmal und nicht immer für einzelne Kapellen ausgeschildert, weshalb eine GPS-Anwendung mit den Koordinaten (36,4168, 25,4312) die zuverlässigste Methode ist. Parken in der Nähe kleiner Kapellen ist meist informell — ein freier Straßenrand oder eine Verbreiterung der Fahrbahn.

Lokale Busse verkehren zwischen Fira und den wichtigsten südlichen Dörfern, darunter Pyrgos, Akrotiri und Perissa, betrieben von KTEL Santorini ab dem zentralen Busbahnhof in Fira. Von der nächstgelegenen Haltestelle aus kann je nach genauer Lage der Kapelle ein Fußweg erforderlich sein.

Taxis sind in Fira verfügbar und für einen kurzen Besuch praktisch, wobei es ratsam ist, eine Abholzeit für die Rückfahrt zu vereinbaren, falls Sie ohne eigenes Fahrzeug unterwegs sind.

Beste Reisezeit

Der Namenstag des Heiligen Johannes des Theologen fällt auf den 8. Mai (auch am 26. September als Fest der Entschlafung des Heiligen Johannes gefeiert). An diesen Tagen ist die Kirche fast sicher für Gottesdienste geöffnet und es kann Besuch von Gemeindemitgliedern geben — der bedeutungsvollste Zeitpunkt für einen Besuch, wenn Sie die Kirche in aktiver Nutzung erleben möchten.

Außerhalb der Namenstage bietet ein Besuch in den kühleren Monaten April, Mai, September oder Oktober die angenehmsten Bedingungen zur Erkundung des Inselinneren. Die Sommermonate — Juni bis August — bringen mittags extreme Hitze, und die Insel ist zu dieser Zeit am stärksten besucht. Die Dörfer und Kapellen im Landesinneren sind das ganze Jahr über deutlich weniger überlaufen als der Caldera-Rand.

Für Fotos des Äußeren beleuchtet das Morgenlicht aus dem Osten die weiß getünchten Wände besonders schön. Das Nachmittagslicht ist weicher und wärmer, wenn Sie sich von Westen nähern.

Tipps für den Besuch

  • Kleiden Sie sich vor dem Betreten angemessen. Schultern und Knie sollten in jeder orthodoxen Kirche in Griechenland bedeckt sein. Ein leichter Schal oder Sarong ist im Sommer praktisch mitzuführen.
  • Betreten Sie die Kirche während eines laufenden Gottesdienstes nicht ungebeten. Findet gerade eine Liturgie statt, warten Sie am Eingang oder kommen Sie später wieder. Orthodoxe Gottesdienste sind keine Vorführungen — die Gemeinde ist zum Beten dort, nicht um beobachtet zu werden.
  • Bringen Sie Bargeld für die Kerzenspende mit. Die meisten kleinen Kapellen bieten dünne Bienenwachskerzen gegen eine kleine Spende an. Eine Kerze anzuzünden ist eine respektvolle Geste und steht Besuchern jeder Herkunft offen.
  • Prüfen Sie die GPS-Koordinaten vor der Abfahrt. Das Landesinnere Santorins hat viele unbeschilderte Wege. Wenn Sie die Koordinaten (36,4168, 25,4312) vorab in Google Maps oder maps.me laden, sparen Sie Zeit.
  • Kombinieren Sie den Besuch mit nahegelegenen Sehenswürdigkeiten. Das zentrale und südliche Landesinnere Santorins umfasst das mittelalterliche Dorf Pyrgos, das Kloster Profitis Ilias und die archäologische Stätte von Akrotiri. Eine halbtägige Rundtour kann all dies einschließen.
  • Fotografieren im Freien ist uneingeschränkt. Im Inneren der Kirche ist Fotografieren während Gottesdiensten unangebracht. Außerhalb von Gottesdiensten erlauben manche Kapellen zurückhaltendes Fotografieren; nutzen Sie Ihr Urteilsvermögen und beachten Sie ausgehängte Hinweise.
  • Die Kirche kann verschlossen sein. Gehen Sie nicht von freiem Zutritt aus. Kleine Kapellen auf Santorin sind außerhalb von Namenstagen und Sonntagen häufig verschlossen. Das Äußere und die Umgebung sind den kurzen Umweg wert, auch wenn die Tür geschlossen ist.
  • Wasser und Schatten sind im Landesinneren rar. Nehmen Sie eigenes Wasser mit, besonders im Sommer. Das landwirtschaftlich geprägte Inselinnere hat abseits der Hauptdörfer nur wenige Cafés oder Läden.

Über den Heiligen

Der Heilige Johannes der Theologe — griechisch Agios Ioannis o Theologos — ist einer der am meisten verehrten Heiligen der orthodoxen Christenheit und einer der zwölf Apostel. Der Überlieferung nach gilt er als Verfasser des Johannesevangeliums, dreier neutestamentlicher Briefe sowie der Offenbarung, die er der orthodoxen Tradition zufolge während seines Exils auf der nahegelegenen Insel Patmos verfasste.

Die Nähe von Patmos zu den Kykladen verleiht dem Heiligen Johannes in diesem Teil der Ägäis eine besondere Bedeutung. Das große Kloster des Heiligen Johannes auf Patmos, gegründet 1088, ist eine der bedeutendsten Pilgerstätten der orthodoxen Welt, und die Verehrung des Agios Ioannis strahlt von dort über die Inselgruppen der östlichen Ägäis und der Kykladen aus.

In der griechischen Dorftradition wird der Heilige Johannes mit Licht, Wissen und dem Jahreswechsel in Verbindung gebracht. Sein Namenstag am 7. Januar (der Tag nach Epiphanias im orthodoxen Kalender) ist in der westlichen Kirche als Fest des Heiligen Johannes des Täufers bekannt, doch im orthodoxen Kalender ehrt dieses Datum Johannes den Vorläufer getrennt von Johannes dem Theologen. Kleine Kapellen, die dem Heiligen Johannes gewidmet sind, gehören zu den häufigsten in Griechenland und spiegeln Jahrhunderte volkstümlicher Frömmigkeit in ländlichen und insularen Gemeinschaften wider.

Standort

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